Autor: tashina
« am: 17.Nov 2009, 19:13 »Hallo avistura ... team (so darf ich es doch annehmen, oder?).
ich möchte Euch gerne so aus dem Bauch heraus antworten. Selber habe ich zwar kein Fernsehen, aber wenn ich bei bei Bekannten oder meiner ehemaligen family mal da bin und bisserl Zeit habe, zappe ich schon ganz neugierig hin und her. Dabei ist mir der Kika insgesamt wegen der guten Programmgestaltung und so weiter in guter Erinnerung. Deswegen sehe ich Eure Anfrage als 'ne echte Chance, das Thema TS und vlt. auch IS gut aufgearbeitet dem Publikum näher zu bringen.
Zwar bin ich selbst - allein aufgrund meines Lebensalters - bestimmt nicht mehr in Eurer Zielgruppe, aber aufgrund persönlicher Erfahrungen hinsichtlich Umgang transsexueller Menschen mit ihren Kindern oder auch beruhend auf einigen Erfahrungen nach Kennenlernen jugendlicher transsexueller Menschen im Zusammenhang mit unserer Selbsthilfegruppe trans-ID in Dresden denke ich, dass da a bisserl was an Erfahrungswerten besteht, Euch beizustehen. (auch wenn FfM oder Berlin nun ein wenig weiter weg sind ...). Das Thema an sich ist mir persönlich (auch aus meiner eigenen Erfahrung als transsexuelle Frau) aber zu wichtig, um vermeintliche Einschränkungen wie Berlin oder FfM zum totalen Nogo werden zu lassen ...
Kurz gesagt, wenn es gewünscht würde, wäre ich gern bereit, Eure Doku zu unterstützen. Allerdings: Bevor diese Diku auf Sendung geht, müssen die Betroffenen ein Entscheidungsrecht wahrnehmen können und es sollte auch allen etwaigen Mitwirkenden ein ähnliches Mitspracherecht eingeräumt werden.
Mit einer solchen Forderung verbinde ich nicht nur Perönlichkeitsschutz der Gefilmten, sondern auch einen Anspruch auf Sachlichkeit. Zu oft sind in den letzten Jahren Bereitwillige nach Sendung völlig falsch verstanden und dargestellt worden. Gerade, weil das Thema TS aber so ein komplexes und vielschichtiges ist, kamen dann total falsche Botschaften beim Publikum an. Oder anders gesagt: ein Lorielle TS / TV ist überhaupt nicht adäquat für die vielen Betroffenen, eine derartige Darstellung erzeugt nur enormes Leid und Missachtung von eigentlich ganz wertvollen Menschen in der Öffentlichkeit.
Sollte allerdings der Kika von bisherigen Fernseh-Journalismus-Gewohnheiten abweichen wollen und sich bemühen, eine offene und von bisherigen Klischees abweichende Information zu betreiben, dann möchte ich meine Unterstützung gern anbieten.
friedliche liebe Grüße
tashina
ich möchte Euch gerne so aus dem Bauch heraus antworten. Selber habe ich zwar kein Fernsehen, aber wenn ich bei bei Bekannten oder meiner ehemaligen family mal da bin und bisserl Zeit habe, zappe ich schon ganz neugierig hin und her. Dabei ist mir der Kika insgesamt wegen der guten Programmgestaltung und so weiter in guter Erinnerung. Deswegen sehe ich Eure Anfrage als 'ne echte Chance, das Thema TS und vlt. auch IS gut aufgearbeitet dem Publikum näher zu bringen.
Zwar bin ich selbst - allein aufgrund meines Lebensalters - bestimmt nicht mehr in Eurer Zielgruppe, aber aufgrund persönlicher Erfahrungen hinsichtlich Umgang transsexueller Menschen mit ihren Kindern oder auch beruhend auf einigen Erfahrungen nach Kennenlernen jugendlicher transsexueller Menschen im Zusammenhang mit unserer Selbsthilfegruppe trans-ID in Dresden denke ich, dass da a bisserl was an Erfahrungswerten besteht, Euch beizustehen. (auch wenn FfM oder Berlin nun ein wenig weiter weg sind ...). Das Thema an sich ist mir persönlich (auch aus meiner eigenen Erfahrung als transsexuelle Frau) aber zu wichtig, um vermeintliche Einschränkungen wie Berlin oder FfM zum totalen Nogo werden zu lassen ...
Kurz gesagt, wenn es gewünscht würde, wäre ich gern bereit, Eure Doku zu unterstützen. Allerdings: Bevor diese Diku auf Sendung geht, müssen die Betroffenen ein Entscheidungsrecht wahrnehmen können und es sollte auch allen etwaigen Mitwirkenden ein ähnliches Mitspracherecht eingeräumt werden.
Mit einer solchen Forderung verbinde ich nicht nur Perönlichkeitsschutz der Gefilmten, sondern auch einen Anspruch auf Sachlichkeit. Zu oft sind in den letzten Jahren Bereitwillige nach Sendung völlig falsch verstanden und dargestellt worden. Gerade, weil das Thema TS aber so ein komplexes und vielschichtiges ist, kamen dann total falsche Botschaften beim Publikum an. Oder anders gesagt: ein Lorielle TS / TV ist überhaupt nicht adäquat für die vielen Betroffenen, eine derartige Darstellung erzeugt nur enormes Leid und Missachtung von eigentlich ganz wertvollen Menschen in der Öffentlichkeit.
Sollte allerdings der Kika von bisherigen Fernseh-Journalismus-Gewohnheiten abweichen wollen und sich bemühen, eine offene und von bisherigen Klischees abweichende Information zu betreiben, dann möchte ich meine Unterstützung gern anbieten.
friedliche liebe Grüße
tashina