Transsexualität-NIBD


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Zusammenfassung

Autor: Haribo
« am: 12.Sep 2013, 22:19 »

Hallo Azarel,

ja, das wichtigste ist, dass es deinem Kind gut geht. Ich wollte mit meiner Bemerkung auch keine Aussage über dein Kind treffen. Wenn ein Kind TS ist (wobei das ja noch nicht fest steht) ist das natürlich weder süß noch cool noch sonst irgendwas. Es ist erst einmal traurig, dass dieses Kind dieses Schicksal hat und wahrscheinlich einen schweren Weg vor sich hat. Ich wollte damit nur sagen, dass mich diese kindliche Herangehensweise sehr berührt hat.

P.S.: Vielleicht könnte man diese Diskussion in einen nicht öffentlichen Bereich verschieben.
Autor: azarel
« am: 12.Sep 2013, 20:28 »

ob das jetzt süß oder cool ist ist für mich nichtvon Bedeutung... wobei der blick wirklich unvergesslich war... mir ist es wichtig das es meinem Kind gut geht... das selbstverständliche ist das was mich immerwieder überrascht... im Moment ist das für "ihn" so klar das er eine "sie" ist da kann man nur gucken wie ein Auto...

mich stört es ja wie gesagt nicht, nur ist es manchmal im alltag nicht ganz einfach, da eben auch ich einfach aus Reflex das Kind männlich anspreche ohne es böse zu meinen... es gibt tage da wird es ignoriert... allerdings hat "sie" auch tage da ist "das innere Mädchen" dadurch so tief verletzt, dass ich ein schlechtes gewissen bekomm...

nicht jeder tag ist bei ihm gleich... es gibt tage da will er mit seinem Geburtsnamen angesprochen werden, dann wieder mit ihrem selbst ausgesuchten... aber dann müssen auch gleich die Haarklammern, die haarreifen und ein kleid der schwester her...

ich denke das er sich ausprobiert, aber wenn ich da so zusehe wie er strahlt als Mädchen denke ich immer öfters das da wohl mehr dahinter steckt...

ja er ist sehr jung, und man kann keinerlei Diagnose oder prognose stellen und morgen kann auch wieder alles anders sein, aber allein das alles mit ihm mitzuerleben ist unglaublich... *ohne worte*

gruß azarel

PS @ Hannah: ich wollte da niemanden angreifen oder falsch darstellen mit "schwul" oder "gestandener mann". meine Wortwahl war schlecht und das tut mir leid... mir ging es nur darum, das es mir egal ist, ob er eine frau wird, oder ein mann, genauso ob er hetereo oder schwul/lesbisch oder was auch immer später leben wird...

mir fällt es zeitweise einfach schwer meine Gedanken da richtig zu sortieren oder auszudrücken! wenn ich damit jemand verletzt habe tut es mir leid!
Autor: JulianNoah
« am: 12.Sep 2013, 18:50 »

Zitat
Dein Kind sagt in kindlicher Naivität, dass doch bloß die eigene "Ausstattung" nicht maßgeblich dafür sein kann, wie man von anderen gesehen und Behandelt wird. Weil sich doch Frau und Mann an so viel mehr unterscheidet. Ich finde das irgendwie süß.
das ist vor allem ziemlich cool für einen zweijährigen!
Autor: Haribo
« am: 12.Sep 2013, 17:55 »

Hallo,

also "gestandener Mann" und "Schwul" sind keine Gegensätze. Das sind lediglich typische Vorurteile gegenüber Schwulen.

so habe ich versucht meinem kleinen als er das erste mal kam er sei ein Mädchen ihm den körperlich unterschied von mann und frau zu erklären mit Beispielen...
also sowas wie deine schwester ist ein Mädchen und hat ein "pipi"
und papa ist ein junge und hat ein "schnäpperle" und du hast doch auch ein schnäpperle...
das Ergebnis was einfach (und ich werde den blick und die Tonart von meinem Kind nie vergessen  ::) ) -egal, trotzdem Mädchen...-
Wenn man sich das ansieht, ist das schon interessant. Das zeigt gerade, dass die Frage nach Frau oder Mann viel großer ist, als die paar Quadrat-Zenitmeter Zellgewebe, die unterschiedlich sind. Dein Kind sagt in kindlicher Naivität, dass doch bloß die eigene "Ausstattung" nicht maßgeblich dafür sein kann, wie man von anderen gesehen und Behandelt wird. Weil sich doch Frau und Mann an so viel mehr unterscheidet. Ich finde das irgendwie süß.
Autor: azarel
« am: 12.Sep 2013, 01:35 »

hi Gollum´...

meine tochter wollte da letzten herbst nicht hin weil ich im sommer eine große op hatte und sie hatte als eigentlich alles vorbei war und ein papa-we kam angst das ich wieder so lange weg wäre...

wenn mein sohn nicht zu papa will sagt er das! hatte einmal den fall das er gar nicht gehen wollte... wir ham ihn dann auch bei mir gelassen... in der selben nacht hab ich ihn dann ins kh gefahren weil er extrem hohes fieber und Atemnot bekommen hat, sprich ihm gings abends einfach schon nicht gut...

also was das vertrauen zwischen mir und den Kids angeht mach ich mir keine sorgen...
und mir ist es ehrlich gesagt ob mein sohn irgendwann mal eine tochter, schwul oder ein gestandener mann wird, solange er glücklich ist...

ich beobachte meine kinder so gut ich kann und versuche da zu reagieren wo sie hilfe brauchen, egal in welcher form..

warum ich von meinem ex getrennt bin... das ist ein langes Thema... und hat Gott sei dank nichts mit den Kids zu tun...

und was das umerziehen oder umpolen angeht: mein ex hat ein sehr genaues bild von dem was er erwartet, allerdings hat er keinerlei Talent kindern was so zu erklären das sie es verstehen... du kannst dir das ungefähr so vorstellen
Kind: papa ich bin ein Mädchen!
papa: nein, bist du nicht!
Kind: doch!
papa: nein...

egal welches meiner Kids zu mir kommt und fragen hat, versuch ich zu erklären was in dem Moment wichtig ist oder für das Kind interessant ist.

so habe ich versucht meinem kleinen als er das erste mal kam er sei ein Mädchen ihm den körperlich unterschied von mann und frau zu erklären mit Beispielen...
also sowas wie deine schwester ist ein Mädchen und hat ein "pipi"
und papa ist ein junge und hat ein "schnäpperle" und du hast doch auch ein schnäpperle...
das Ergebnis was einfach (und ich werde den blick und die Tonart von meinem Kind nie vergessen  ::) ) -egal, trotzdem Mädchen...-

naja und als diese aussage länger blieb hab ich mich hier angemeldet, da ich bis dahin gar kein plan hatte und jetzt vermutlich auch nicht viel mehr... aber ich versuch mein bestes...
Autor: azarel
« am: 11.Sep 2013, 15:12 »

da das Kind erst zwei jahre alt ist könnte ich versuchen mit meinem ex zu reden die we´s auszusetzten damit man das Kind nicht zwingt... allerdings hat der kleine rechtlich noch kein mitsprache recht... sollte mein ex also drauf bestehen könnte ich nichts dagegen machen... außer ich weigere mich und lass mich vor gericht zerren... und ob das für das Kind gut ist ist fraglich... allerdings hatte meine tochter auch schon ne Phase wo sie keine lust hatte zu papa zu gehen und da konnte ich das auch hinbiegen das sie einfach mal nnicht  hin ging... bisher hat mein sohn aber noch nichts derartiges geäußert... und ich würde es auch für ihn versuchen... das ist klar
Autor: JulianNoah
« am: 10.Sep 2013, 19:28 »

Zitat
aber keins meiner beiden kinder muss sich hier verbiegen...

das ist doch sehr gut!
und müsste das kind den vater besuchen wenn es selbst das nicht wollte?
Autor: azarel
« am: 10.Sep 2013, 13:41 »

ich geb dir da ja recht, was meinen ex betrifft, nur leider musste ich feststellen, dass wenn ich mit ihm rede er nur noch mehr auf mein Kind los geht...
ich habe mich da schon rechtlich informiert und leider zählt das alles nicht als kindeswohlgefährdung weil man ja noch nichts nachweisen kann... somit kann ich den umgang nicht verhindern... mein ex müsste ihn qausi Tatsache prügeln... vorher hab ich keine Chance...

ob mein ex angst hat wegen der Männlichkeit kann ich mir gut vorstellen, zudem ist er da sehr veraltet in seiner Toleranz...

ich versuche meinen "sohn" so zu stärken das er lernt, dass er seine Meinung frei äußern darf und auch kann... seine schwester hat das ja auch schon mitbekommen und nimmt ihn in schutz, auch vor papa, so wie sie mir erzählt hat und spielt mit ihm dann Friseur um ihm die klammern ins haar zu machen...

so wie ich meine Kids beobachte kommen beide im Moment sehr gut mit der Situation klar und wissen das "er" sich zuhause und in unserem Freundeskreis offen ausleben kann... was draus wird weis ich natürlich nicht... aber keins meiner beiden kinder muss sich hier verbiegen...


Autor: azarel
« am: 10.Sep 2013, 10:32 »

das ist ja das schlimme dran... mein ex-mann setzt den kleinen unter druck... das passt nicht in sein Weltbild das sein sohn ein Mädchen sein will...

aber ich hab aufgehört mit ihm zu streiten und versuche mein Kind zu stärken und ihm das zu ermöglichen was er für richtig hält/fühlt...

ich bin jetzt mal gespannt wie es dann weiter geht wenn er in kindergarten kommt... seine Kinderärztin ist ja informiert und unterstützt uns... noch sehen wir beide keinen bedarf an nem Therapeuten... die Ärztin und ich haben uns darauf verständigt das wir das angehen können wenn sich im kika Probleme kristallisieren oder aber auch wenn es dann mal Richtung schule geht.. und bis dahin ist noch zeit...

der Vorteil ist, dass die Kinderärztin selber ein ts Kind hat und somit Erfahrung hat und auch das Verständnis...
Autor: Aurora85
« am: 10.Sep 2013, 01:31 »

Hallo Azarel!

ich versuche ihm immer zu erklären, das egal was er ist, Mädchen oder junge, ich ihn liebe und frage ihn dann auch was er denn sein möchte... er antwortet immer mit Mädchen...  und ich erkläre ihm dann das er das dann auch sein darf...

Das ist auch das Einzige, was du derzeit sinnvollerweise tun kannst. Dein Kind ist mit 2 Jahren noch extrem jung. Eine Identifikation als Mädchen in diesem Alter deutet schon sehr darauf hin, dass mit großer Wahrscheinlichkeit TS vorliegt. Zwei Jahre ist aber meines Erachtens zu jung, um die Wahrscheinlichkeit einer Änderung zu einem geschlechtsnormativen Verhalten auch nur halbwegs sinnvoll eingrenzen können. Derzeit zählt nur, dass dein Kind von der männlichen Geschlechtsidentifikation massiv abweicht. Wenn du ihm/ihr die Freiräume dafür ermöglichst, dann machst du alles richtig.

"ich bin doch ein Mädchen, aber papa sagt nein"

Es ist gut, wenn dein Kind von seinem/ihrem Vater eine männliche Geschlechtsrolle vorgelebt bekommt. Dein Sohn/deine Tochter wird dadurch mit der männlichen Geschlechtsrolle konfrontiert, was ihm/ihr eine Orientierung langfristig nur erleichtert. Auf keinen Fall darf aber Druck ausgeübt werden, weil das am Ende nur zu Blockaden führt, die erstens zu psychischen/sozialen Problemen führen können und zweitens früher oder später eh aufbrechen.

Liebe Grüße
Isa
Autor: azarel
« am: 09.Sep 2013, 20:19 »

er hast es als junge betitelt zu werden...

mir ist es vor einer weile versehentlich rausgerutscht als er mir in der küche geholfen hat und ich ihn lobte "du bist aber schon ein gr0ßer junge"

er hat mich tot ernst angeguckt und gefragt "warum sagst du sowas? ich bin ein Mädchen... "
den ausdruck in den seinen augen werde ich nie vergessen! er war sooo entäuscht von mir... es tat mir unendlich leid... und alles entschuldigen und seinem selbgegeben namen nennen hat nicht geholfen... er hat mich einfach stehen gelassen...

es gibt allgemein bei ihm tage da ist er ein totales Mädchen! an anderen tagen ignoriert er es einfach wie man ihn betitelt... und was mir inzwischen sehr stark aufgefallen ist, ist das er nicht jedem gleich begegnet... hier bei mir zuhause oder auch bei meinem engen Freundeskreis lebt er sich aus... von den papawochenden kommt er verwirrt zurückt...
immer wieder mit so fragen "ich bin doch ein Mädchen, aber papa sagt nein"
oder auch "ich will kein junge sein"

ich versuche ihm immer zu erklären, das egal was er ist, Mädchen oder junge, ich ihn liebe und frage ihn dann auch was er denn sein möchte... er antwortet immer mit Mädchen...  und ich erkläre ihm dann das er das dann auch sein darf...
Autor: Haribo
« am: 09.Sep 2013, 19:44 »

Hallo,

ich glaube, an solchen Aussagen alleine kannst du nicht ableiten, ob es sich "nur um eine Phase" handelt. Wie reagiert dein Kind denn, wenn es als Junge bezeichnet wird? Wenn ihm das weh tut, dann wäre dass schon eher ein Hinweis darauf, dass es keine Phase ist.

Liebe Grüße,

Hannah
Autor: azarel
« am: 09.Sep 2013, 19:29 »

hi all...

sorry, ich weis ich bin nicht konstant hier... aber irgendwie ist bei uns immer viel los...

heute hat mein "sohn" eine neue Erkenntnis bekommen... er meinte ganz trocken nach dem baden, als ich ihn abgedrocknet habe, das er sein "schnäpperle" verkaufen will...

kommt sowas auch bei Phasen vor???

zudem war sein Spitzname bisher immer kleiner Prinz, daran hatte er sich auch nie gestört... heute hat er beschlossen, er ist kein kleiner Prinz sondern Schneewittchen  ::)

ist "sie" nicht süß...

naja evtl könnt ihr mir sagen ob das allgemein aussagekräftiger ist wie allein die tatasache das er sie sein will...

lg azarel
Autor: azarel
« am: 18.Jun 2013, 14:34 »

@ sandra

die machen das im normalfall nicht absichtlich oder um das kind zu ärgern, sondern weil sie einfach nicht dran denken, oder schneller reden als sie denken... passiert mir auch manchmal  :redface:
Autor: Sandra26
« am: 18.Jun 2013, 13:47 »

ach und bevor ich es vergesse: "sein mädchensein" lebt er im ganzen bekanntenkreis aus... geht auch ohne haarklammer oder haarreif nicht aus dem haus und lässt sich von niemand als junge bezeichnen! ich glaub mein krümmel weis genau was er will!  ;D 

so viel rückrad in so jungem alter, da kann ich als mama nur stolz sein  :dance:

und seine schwester unterstützt ihn total und hilft ihm auch beim pferdeschwanz machen (soweit das bei seiner haarlänge geht)

Da kannst du wirklich stolz sein auf deine Tochter bzw. auf deine 2 Töchter :)
Ich kann es auch nicht verstehen, warum andere es immer wieder versuchen, dein Kind als Junge zu bezeichnen.
Es gibt so viele Schicksale in der Natur und nicht bei jedem Kind kann äußerlich alles stimmen.
Wenn ein Junge eine Vagina hat oder ein Mädchen einen Penis, dann ist es so geboren wurden und die Natur hat manchmal ja auch ihre Launen. :)


Autor: azarel
« am: 18.Jun 2013, 12:24 »

ach und bevor ich es vergesse: "sein mädchensein" lebt er im ganzen bekanntenkreis aus... geht auch ohne haarklammer oder haarreif nicht aus dem haus und lässt sich von niemand als junge bezeichnen! ich glaub mein krümmel weis genau was er will!  ;D 

so viel rückrad in so jungem alter, da kann ich als mama nur stolz sein  :dance:

und seine schwester unterstützt ihn total und hilft ihm auch beim pferdeschwanz machen (soweit das bei seiner haarlänge geht)
Autor: azarel
« am: 18.Jun 2013, 12:11 »

hi,

war jetzt leider lange nicht mehr online, da wir daheim sehr viel zu tun hatten.

mein "sohn" ist für sich immernoch ein mädchen, hat sich inzwischen selbst eine "verniedlichung" von seinem namen gebastelt, trägt schicke armbändchen und hat mir meinen ohrring geklaut.

bei der letzten großen untersuchung beim arzt, hat er auch der ärztin erklärt, dass "er" eine "sie" ist. ich war froh, das die ärztin super tolerant ist und jegliche hilfe angeboten hat, wenn sich seine meinung nicht ändert bis zum kindergarten! sie kennt hier im umkreis anscheinend auch einen psychologen der transkinder berät und betreut.

als ich vor kurzem mein kind aus dem affect gelobt habe und meinte "toll gemacht, bist doch ein großer junge" war es total entsetzt und hat sein recht als "mädchen" eingefordert...

ich hab zwar immernoch keine ahnung über welchen zeitraum man von einer phase reden kann, wenn mir mein kind aber erklärt, es hat angst davor ein junge zu sein, muss es dafür eine ursache geben...

und wie gewohnt werde ich das alles weiter beobachten...

Autor: Nyara
« am: 03.Mai 2013, 22:23 »

Also ich habe jetzt nur den anfangspost gelesen. Das hört sich aber nach ziemlich klarer sache an, wenn Sie das so klar bereits in dem alter sagt.

Naja sollte das in ein paar Jahren weiterhin der Fall sein, dann bitte... Setzt alles daran die pubertät zu verhindern! bzw zur gleichen Zeit eine Hormonbehandlung zu beginnen. Noch ist natürlich Zeit, aber ich denke so klar wie das daherkommt ist es eindeutig.

Wenn das den auch der Fall ist ist es besser auch früh genug zu Psychiatern zu gehen, damit die notwendigen Dokumente rechtzeitig bereit wären.
Autor: azarel
« am: 02.Mai 2013, 08:41 »

mein kleiner ist jedes zweite Wochenende beim papa und streit werde ich keinen vom zaun brechen weil darunter dann nicht nur mein "sohn" leidet sondern auch seine schwester...

in mädchenkleidung kann ich ihn gar nicht zu seinem papa gehen lassen, da er sonst wirklich durchdreht... es gab schon streit als der kleine bei papa erzählt hat, dass er daheim die Haarklammern seiner schwester tragen durfte...

gestern hat mein kleiner seiner Oma gegenüber geäußert, das er nen rock möchte  :rolleyes2: also werden wir mal den Kleiderschrank seiner schwester ausmisten und ihn was aussuchen lassen... und das schöne: seine schwester will helfen  :cool2:

die zwei lieben sich abgöttisch und teilen alles... sie meinte auch schon, das ihr das egal ist ob ihr bruder denk er ist ein Mädchen, sie sind Geschwister und nur das ist wichtig, weil man das im herzen fühlt!

ich denke der kleine bekommt daheim die Unterstützung die er braucht, ob Phase oder dauerhaftes empfinden... und ich bin ehrlich gesagt auch froh, dieses Forum gefunden zu haben!!!

ich danke euch sehr für den austausch und die ratschläge, denn hier könnte mir keiner so wirklich tips geben, einfach aus Unwissenheit!
Autor: JulianNoah
« am: 30.Apr 2013, 17:47 »

Zitat
Du solltest mal deinen Ex Mann erzählen, dass er einen großen Fehler macht wenn er sein Kind nicht so nimmt wie es ist.
Wenn dein Ex Mann weiter so Druck auf eure Kind ausübt, könnte es später genauso werden wie bei mir.
jo, ich würd eher kati zustimmen. abwarten, wie die dinge sich entwickeln, viel freiraum geben, ausprobieren lassen, kompromisse schließen. ich wurde als kind auch oft in die mädchenrolle geschoben und habe relativ lange damit leben können. (ohne meine vorrednerin ihr leid absprechen zu wollen) bei deinem kind sieht es anders aus, aber kein horror und kein terror. das wird schon.
Autor: Sandra26
« am: 29.Apr 2013, 17:17 »

Ich möchte mal etwas von meiner Vergangenheit erzählen und dass dein Ex Mann diesen Fehler nicht machen sollte.

Mein Vater hatte bei mir Druck ausgeübt.
Er wollte aus mir einen Mann machen mit allen Mitteln!
Im Alter von ca: 3 Jahren war dass schon schlim, weil ich nicht in den Kindergarten mehr gehen wollte. Ich sagte zu ihn, ich ziehe keine Jungen Sachen an.
Aber er zwingte mich und ich ziehte die Sachen wieder aus.
Ich wurde angeschrien und geschlagen. y_y
In der Schule ging auch ungern, wegen den Jungen Klamotten, kurzen Haaren, Jungen Name.
Mit der Zeit bekam ich Depressionen und Suizid gedanken.
Die Schulzeit fand ich grausam und wurde da wie ein Junge behandelt.
Ich war ängstlich, stand in der Ecke herum in der Pause, redete fast nie, die Noten wurden immer schlechter.
Dann kam die Zeit und ich ging nicht mehr zur Schule.
Mein Vater wollte mich dann in die Pyschiatrie bringen, bevor ich 18 jahre alt werde.
Er wollte es immer noch nicht wahrhaben, dass ich ein Mädchen bin.
Er sagte: Ich bin verrückt, dumm, du bist ein Junge und kein Mädchen usw.
Mein Vater hatte es geschafft mein Leben kaputt zu machen.
Ohne Schulabschluss, keine Ausbildung und Geld.
Er sieht mitterweile ein, dass er einen Fehler gemacht hat.
Mein Vater gab mir trotzdem die schuld, dass ich nicht zur Schule gegangen bin.
Ich sagte zu ihm: Ich sollte also mit Jungen Kleidung gehen, werde wie ein Junge behandelt, falschen Vornamen, falsches Leben usw.
Ich war so wütend und sauer gewesen auf meinem Vater.
Heute lebe ich noch bei meinen Eltern in einem eigenen Haus zusammen.
Aber bin trotzdem ein ganz armes Mädchen.

@ Azarel

Du solltest mal deinen Ex Mann erzählen, dass er einen großen Fehler macht wenn er sein Kind nicht so nimmt wie es ist.
Wenn dein Ex Mann weiter so Druck auf eure Kind ausübt, könnte es später genauso werden wie bei mir.

LG Sandra
Autor: Kati
« am: 29.Apr 2013, 16:56 »

Hallo Azarel,

wie du schon richtig schriebst, der Vater hat ein Umgangsrecht, genauso wie das Kind. Wenn sich das Kind weigert dorthin zu gehen und dir unterstellt werden kann, dass du dies unterstützt bekommst du mächtig Probleme, wenn der Vater es darauf anlegt, und bei einem 2 jährigen Kind bekommst du noch mehr Probleme, wenn das Thema Trans an Behörden gerät, also mein Rat...Ball flach halten, was das angeht. Dir wird in dem Alter auch kein Gutachter bescheinigen, dass dein Kind Trans ist. Es gibt ganz viele Transkinder die bei den Umgangsvätern nicht unterstützt werden, ja, auch in die andere Richtung (Kleidung usw. dem Körper entsprechend) gedrängt werden. Sie sind deswegen nicht mehr oder weniger Trans, viele Kinder leben dieses Doppelleben Jahre lang, Umgang ist ja oftmals nur alle zwei Wochen. Es gibt auch Kinder die dem aus Loyalität zu den entsprechenden Personen nachgeben. Auch in Kitas oder bei Großeltern ist dies manchmal der Fall. Solange das Kind immer noch einen Ort/eine Person hat, wo es sein kann wie es ist, ist es besser als gar nichts und wenn das zu Hause ist um so besser. Was ich sagen will...brech bloß keinen riesen Streit vom Zaun, Kompromisse sind in dem Alter deines Kindes der bessere Weg, da du sehr wahrscheinlich aufgrund des Alters deines Kindes keine Unterstützer bekommst, die du bräuchtest wenn es ein Jugendhilfefall(wenn der Vater auf das Umgangsrecht besteht oder dem JA meldet, dass du dein Kind als Mädchen laufen lässt)wird. 
Autor: Patrick Atréju
« am: 29.Apr 2013, 13:50 »


nur ein Problem hab ich noch: wie bekomm ich das Thema an meinen Exmann ran... er ist sehr intolerant und hält es für verantwortungslos das seinem sohn gestatte Haarspangen zu tragen (daheim wohl gemerkt) und ist davon überzeugt ich würde ihn pregen... selbst wenn das nur eine Phase ist mach ich mal alles falsch, zuhören tut er nicht aber seinen sohn unterdruck setzen weil er eben ein junge sein muss...

habt ihr da Erfahrungen wie ich da reagieren kann...

Hallo Azarel,

was mich interessiert, wie ist das Kind denn beim Papa? Also geht dein Kind da als Mädchen hin oder als Junge (natürlich nur äußerlich, Kleidung usw.)

Vielleicht lässt sich dein Ex-Mann auf das Argument ein, dass du dein Kind sein lässt wie es will und er auch. So ein hin und her ist nicht gut für das Kind.

Daher kann ich auch nachvollziehen, warum Papa manchmal ein No Go ist.
Autor: azarel
« am: 29.Apr 2013, 13:01 »

das da angst dahinter steckt kann ich mir durchaus vorstellen so ist es ja nicht... es ist ja nicht so das mir das keine angst macht, angefangen dabei was ist für mein Kind das beste...

und ich hab halt wie gesagt das mein ex versuchen wird druck auf das Kind auszuüben...

den umgang zu verringern hab ich so meine bedenken ob das sinn macht, da der kleine seinen papa liebt. ich merke aber dennoch das es Tatsache Wochenenden gibt wo der kleine zurück kommt und erst mal nicht mehr zu papa will...
leider ist es aber auch fakt, das der vater ein umgangsrecht hat, das ich ihm gar nicht verbieten kann...

das mit dem hinterfragen, halte ich für einen versuch wert und hoffe ich kann damit was erreichen...

ich danke euch für eure ratschläge und Erfahrungen!
Autor: mihi
« am: 28.Apr 2013, 14:46 »

Zitat
wenn die Väter Probleme mit solchen Themen haben, dann ist das deren Problem und nur deren Problem und nicht unsere Baustelle.

Ich glaube, da hast Du mich etwas falsch verstanden. Es geht hier um das Kind, nicht um den Vater. Und wenn die Mutter da bei beim Vater etwas für ihr Kind erreichen will, dann hilft es nicht festzuhalten, was von dem Vater eigentlich erwartet werden kann, dann geht es darum, wie sie ihn vielleicht erreichen könnte, um etwas für ihr Kind zu erreichen. Und dazu ist es meistens hilfreich, wenn man weiß, wie der andere tickt. Natürlich kann ich das im konkreten Fall auch nicht sagen, aber ich wollte mit den Aussagen meines Vaters Punkte nennen, die da eine Rolle spielen könnten. Wenn die Mutter da den Vater aus seinem Denkgefängnis herauslocken will, dann kommt sie nicht umhin, sich das Gefängnis anzusehen, die Mauern, die verschlossenen Türen, die Stellen, wo die Schlüssel vergraben sein könnten. Und sie muß ihn im Gefängnis besuchen, damit sie weiß, wie es von innen aussieht. Nur so kann man helfen, eine Tür aufzustoßen. Tun muß es der Betroffene am Ende natürlich selbst.

Zitat
... da steckt Angst dahinter. Massive Angst, ...

Und das will ich unterstreichen. Angst ist ein starkes Handlungsmotiv. Und uneingestandene Angst ist ein Motiv für unverständliche Handlungen.

Zitat
Wenn durch geschicktes Fragen eine Erkenntis hervorgerufen wird, verschwinden auch meistens diese unsinnigen Ängste. Ein Versuch ist es wert.

So ist es. Das ist hier der Punkt.

Mihi