Hallo zusammen,
der Verein ATME e.V. hat heute (erneut) eine Beschwerde an den deutschen Presserat geschickt - es geht um eine transsexuelle Frau, die von den Medien als "er" bezeichnet wird. Wer sich fragt, was soll daran so schlimm sein... hier die folgende Übersicht:
Meldung:Sex-Skandal in Rom - Transsexueller verbranntZeitungen:Hamburger MorgenpostSex-Skandal in Rom - Transsexueller verbrannt
Politiker Piero Marrazzo war zurückgetreten, nachdem ein Video von ihm und einem Transsexuellen aufgetaucht war. Jetzt gibt's eine Leiche, die Staatsanwaltschaft ermittelt FocusDer Transsexuelle wurde vor gut zehn Tagen von Unbekannten verprügelt, die ihm zudem sein Handy klauten.ExpressJetzt ist der 32-jährige Transsexuelle tot. ...wenn transsexuelle Frauen um's Leben kommen, verbergen sich dahinter meist dieselben Motive: Das Aberkennen dessen, dass es sich bei transsexuellen Frauen um FRAUEN handelt, und nicht um Männer. Medien haben an der Sichtweise über transsexuelle Frauen einen grossen Anteil - sie können ein Klima des Respektes vor der Geschlechtsidentität transsexueller Frauen schaffen, in dem sie z.B. durch die Wahl richtiger Personalpronomen anerkennen, dass es sich bei einer transsexuellen Frau um eine Frau handelt - Medien können aber auch ein Bild über transsexuelle Frauen zeichnen, dass Gewalt- und Hassverbrechen erst möglich macht. Wer eine transsexuelle Frau als "er" bezeichnet, nimmt bewusst in Kauf, dass transsexuelle Menschen Diskriminierungen und Hassverbrechen ausgesetzt werden.
Medien haben also eine Mitverantwortung dafür, ob eine transsexuelle Frau ein Leben in Freiheit geniessen kann (mit Gewährung aller Menschenrechte) oder ob eine transsexuelle Frau um ihr Leben fürchten muss. Eine transsexuelle Frau ist kein "er", auch wenn es sich um eine tote transsexuelle Frau handelt.
Wenn Medien selbst bei einer toten Frau noch von "er" sprechen, was muss noch alles passieren, bis endlich jemand tätig wird und ernsthaft gegen die geschlechtlichen Falschzuordnungen vorgeht? Bisher ist es Italien, wollen wir warten bis wir in Deutschland auch so weit sind?
Hier das Beschwerdeformular des Deutschen Presserates:
http://www.presserat.info/301.0.htmlWir möchten nun andere trans-Organisationen (oder auch Privatpersonen) dazu einladen, sich ebenso per Beschwerde an den Presserat zu wenden.
Lieben Dank,
Kim