Hmm, ich habs an anderer Stelle schon mal geschrieben, aber nun gut. Das Problem ist, dass es eben nicht die fixe und einzige Definition von Transgender gibt. Und welche Wortbedeutung zuerst da war, spielt dabei keine wirkliche Rolle, denn Sprache verändert sich nun mal. Es ist nunmal so, dass Transgender vielerorts als Überbegriff für TS und TG nach deiner Definition verwendet wird. Das ist nach der Wortbedeutung von TG auch gar nicht falsch, denn alle TS sind nun mal auch TG (das soziale Geschlecht ändert sich schließlich auch).
Bevor wir jetzt aber wieder weiter anfangen, die unterschiedlichen Verwendungen aufzudröseln....das spielt für das Projekt/den Text überhaupt keine Rolle! Zunächst einmal weißt du doch gar nicht, ob Marie "nur" tg nach deiner Definition ist. Und das bringt uns zum Punkt: Im Text geht es um die Stigmatisierung durch die Gesellschaft, unter der TS und TG vollkommen gleichermaßen leiden.
Der Text ist sehr gefühlvoll geschrieben. Einerseits ein schönes Beispiel für einen liebevollen und bedingungslosen Umgang innerhalb der Familie, andererseits macht er auch traurig. Denn mal ganz ernsthaft: Marie sieht absolut prima aus, was ihre negativen Erlebnisse nur noch mehr unterstreicht... Jedenfalls hat es der Text nicht verdient, hier in einer TS-TG-Diskussion zu enden.
Aber jetzt mal ehrlich, meine Eltern sagen: Geschlechtsumwandlung, Mann der eine Frau werden will, Hormone sind Medizin, Transfrauen sind Männer, Transmänner gibt es nicht, und wenn ich ihnen beibringen will wie verletzend das ist und welchen Unterschied das macht, sagen sie, ich soll mich nicht immer an jemdem Wort aufhängen und nicht so kleinlich sein.
Und sie meinen das so wie sie das sagen, die Worte sind ihre Realität.

*drück*
Liebe Grüße
Isa