*der folgende Abschnitt beinhaltet ein wenig Polemik...bitte vergebt es mir...manchmal schreibe ich einfach gerne...mal so

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Hm...was macht denn eine Frau? Egal, welchen Themenblock man nimmt...egal, in welcher Subkultur man sich gerade befindet...bzw. in welcher Randgruppe...irgendwann geht das Debattieren los "du bist gar nicht richtig Gothic, denn ihr Emos gehört nicht dazu", "du bist gar nicht wirklich HSP, du bist nur ganz 'normal' etwas empfindsamer als die meisten", "du bist gar nicht wirklich TS, du gehörst nur zu den Geschlechtsrollenanfechtern aus dem TG Bereich und überhaupt, wenn du das und das Kriterium nicht erfüllst oder dein Lebenslauf tatsächlich erst im Erwachsenenalter eine TS erkennbar macht, die sich nie in der Jugend gezeigt hat, dann bist du auf einem Irrweg"...bla. Es ist so...ermüdend...nein, ich glaube nicht, dass ich sterben würde für meine OP...ich nehme das "normale" Risiko in Kauf, aber ich würde mich nicht auf irgendeinem Hinterhof in Indien verstümmeln lassen, wenn ich keine anderen Optionen hätte. Das heißt nicht, dass ich Yvi ihre Haltung dazu nicht abkaufe, es macht aus mir aber auch keine Imitatorin oder "unechte" Transfrau. Es gibt nur einen Kampf da draußen auf dem Schauplatz des Ringens um den Selbstausdruck, der die Mühe des Kämpfens wert ist...und das ist der Kampf darum, dieses eine Selbst, das man hat, authentisch ausdrücken zu dürfen...ihm folgen zu dürfen und als Mensch dafür angenommen zu werden. Und da ist es mir völlig egal, ob die Argumente medizinischer, psychologischer oder sozialer Natur sind, es ist mir egal, ob Transgender via Akzeptanzgebuhle diese Freiheiten erringen oder ob wir hier auf einer wissenschaftlichen Ebene herausstellen können, warum unser verdammtes Gehirn einen zumindest korrelativen Zusammenhang mit dem Gehirn unseres Wunschgeschlechtes aufweist....was ich nicht mehr hören kann, ist die ständige Sägerei am Beine der vermeintlichen Konkurrenz...die unterwürfige Opferrolle gegenüber der Obrigkeit namens Krankenkasse, um deren Gunst man so besorgt ist, weil man befürchtet, die eigenen OPs werden nicht mehr bezahlt. Wir können niemandem in den Kopf schauen und können für niemanden beurteilen, wie groß deren Leidensdruck ist...das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung gegen das nach einem anderen, stimmigen Körper abzuwägen ist weder sinnvoll noch gewinnbringend und so lange ich ständig lesen muss, dass Transgender und Konsorten eingestuft werden unter "die, die nur labern" (oder schlimmeres), kann ich ohne Mühe sagen, dass wir offenbar vor allem ein Problem haben...die ewige Opferrolle...die Stutenbissigkeit...das immerwährende Kräftemessen zwischen den Abhängigen mit wenig Macht, wegen dem die mit viel Macht immer Kontrolle über sie behalten. Und dann sitzen wir hier...werfen Leute aus Foren wegen Streitigkeiten über irgendwelche bescheuerten Hautläppchen am neuen Genital...und machen uns fast schon manchmal lustig über solche, die sich zumindest getraut haben, Regierungen und Konsorten mal richtig ins Gesicht zu kotzen...kann man machen...aber was wir dann sind brauche ich nicht erklären

*Polemik Ende*
Einen schönen Nachmittag euch
